Quadrat im Kreis

just an ordinary life

Month: April 2014

Der Topf ist nicht allein zum Schmoren da …

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Nachdem ich im Internet hier und da und überall vom No-Knead-Bread und der Möglichkeit des Backens im Schmortopf gelesen hatte, war ich neugierig. Und seit einem Monat bin ich angefixt – und immer mal wieder backe ich Brot im Topf. Eher selten das sagenumwobene No-Knead-Bread (eher zu Suppe und Salat als für den Alltagsgebrauch), dafür immer häufiger Mischbrot, Vollkornbrot, Hefeteigbrot, Sauerteigbrot – und bin mal wieder im siebten Brotbackhimmel. Klar, Brotbackautomat geht schneller, aber die Kruste, die beim Backen im Topf entsteht, ist unvergleichlich lecker.

 

Sind Schulen überflüssig und Lehrer doof?

Irgendwie brennt mir dieses Thema schon länger unter den Fingernägeln. Mag sein, es ist ein Internet-Phänomen, auf Schulen und Lehrer zu schimpfen, mag sein, es ist Common Sense oder ein beliebtes Thema für Talkshows. Ich weiß es nicht. Allerorten stehen selbst ernannte Experten und wissen es besser: was Lehrer falsch machen, warum Schule misslingt, wie die Kinder leiden müssen – am Ende steht meist der beschworene Untergang des Abendlandes oder eine Einschränkung der grenzenlosen Selbstentfaltung des Kindes, das sicherlich allein mit der richtigen Förderung durch die Schule noch besser/schöner/schneller oder klüger würde. Damit mich niemand falsch versteht: es gibt Kollegen mit Motivationsproblemen, es gibt Schulen, da erscheint es als Strafe, sie täglich besuchen zu müssen, und es gibt Kinder, die unter Lernproblemen leiden. Aber mir scheint, dass das rechte Maß der Kritik längst überschritten ist – in vielfacher Hinsicht:

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Mit meinen eigenen Händen

Wenn ich zu Hause  bin, werkele ich gern in der Küche herum. Mittlerweile denke ich, das ist meine Form der Kontemplation. Hört sich verrückt an, aber es steckt so viel Sinnlichkeit in all diesem Tun, und man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen, während man knetet, rührt, schält, schnippelt und abschmeckt, dass irgendwann bei mir völlige Entspannung einsetzt. Das geht nur, wenn ich die Zeit dazu habe – Essenkochen unter Zeitdruck und mit Terminen im Nacken ist wie Wäschewaschen oder Staubsaugen, eine Pflicht. Kochen aus Freude ist ein Hobby. In den letzten drei Tagen produziert:

Roggenbrötchen, Rosinenbrötchen, Olivenölbrötchen, Hefezopf, Rüblikuchen, Rhabarber-Joghurt-Kuchen, mit Zwiebeln und Tomaten gefüllte und im Ofen mit Knusperkartoffeln gebackene Auberginen, Tomatenlasagne, selbstgemachte Gnocchi mit Spinatcreme, Schoko-Brotaufstrich, Tomatensuppe mit selbstgemachten Brotchips, ein Brot mit Hartweizengrieß und Sauerteig – noch im Ofen.

Offenbar hatte ich einiges nachzuholen 😉 … und nein, wir haben an Ostern nicht nur gegessen, es gab viel Besuch, wir waren wandern, haben unsere Oster-Geschenk-Bücher gelesen, Steine ins Flussbett geworfen, telefoniert, geredet und gelacht. Der Frühling meint es sehr gut mit uns in diesem Jahr.

It has been a long, long time since …

… und nun stehe ich da, mitten in den Ferien, und weiß nicht, wo ich anfangen und wo aufhören soll. Die letzten Wochen vor den Ferien waren bunt. Ich habe zehn Tage mit 22 Siebzehnjährigen in Polen verbracht. Die Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Lublin/Majdanek, Sobibor und Auschwitz waren unser Ziel. Wir haben über verschiedene Formen des Gedenkens reflektiert, mit Zeitzeugen der Shoah gesprochen und im Archiv der Gedenkstätte Majdanek an verschiedenen historischen Projekten gearbeitet. Die Zeit war keine einfache, aber eine gute. Mein Vorsatz für die nächsten Jahre: Polnisch lernen. Ein spannendes Land, wunderschöne Städte, allen voran Krakau. Continue reading

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