Quadrat im Kreis

just an ordinary life

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Sonne, Ernte, Herbst

Walnüsse und Äpfel aus dem eigenen Garten, ergänzt um geschenktes Obst aus der Nachbarschaft. Ein Ausflug ins nahe gelegene Freilichtmuseum. Wärme am Mittag, Kälte am Morgen und Abend. Zufriedenheit und Entspannung, auch wenn das neue Schuljahr schon vier Wochen alt ist. Das Glück, das zu tun, was man mag, im Beruf, in der Freizeit. Ein guter Stundenplan in diesem Jahr. Und mehr und mehr Routine. Ich wünsche mir, dass es bleibt, das Gefühl der Ruhe mitten in mir.

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Wohlfühlsonntage

sonne

Sonntagsbesuch

rehBei anderen kommt die Großtante, bei uns das Reh. Grast, macht aber ansonsten wenig Umstände. Sollte bitte die Baumstämme in Ruhe lassen.

 

Ins Grün der Bäume …

… mischt sich unübersehbar immer mehr Gelb. Kommt der Herbst in diesem Jahr besonders früh? „Frühherbst“ verbinde ich zwar überwiegend mit Wohmanns Roman „Frühherbst in Badenweiler“, aber ich glaube, er trifft das, was ich vorm Küchenfenster sehe, ganz gut …

frühherbst

So viel Himmel …

… das Leben am Berg schafft neue Perspektiven auf den Himmel. Bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit.

himmel

Geblümtes

Gartenfreude

Zwischenstand aus dem Fastnoch-Chaos

Wir sind seit einer guten Woche „drin“ im neuen Haus. Der Start war schwieriger als gedacht. Verbunden mit dem Einzug sollte vor allem für die Küche eine Erneuerung der Elektrik sein, weil ein Kühlschrank, Backofen und Herd verschiedene Stromkreisläufe benötigt, die die Vorbesitzer nicht eingerichtet hatten. Leider kam der Elektriker nicht aus dem Knick bzw. plante sehr umfangreiche Kabelzieh-Aktionen, die dazu führten, dass er unnötigerweise das halbe Haus aufstemmte. Beim Einzug war also die Elektrik nicht fertig, überall im Haus Löcher und Schächte für die Kabel, die Maurer fluchten und der Maler resignierte.

Nach Wechsel des Elektrikers liefen die Dinge aber plötzlich geschmeidig. Innerhalb von vier Stunden wurde die Küche neu verkabelt, die Sicherungen im Stromkasten ausgetauscht und neue Steckdosen geschraubt. Der Maurer konnte die Löcher zuspachteln und der Maler die Wände bemalen. Mitten ins Chaos zogen dann wir – das alte Haus war zum 01.08. verkauft, und so kam es, dass wir in der ersten Woche eine lustige WG mit Maurern und Anstreichern gründeten. Morgens um 7 tönte ein fröhliches „Moargen!“ durchs Haus, und der Geruch von Putz und Farbe hängt mir immer noch in der Nase. Mittlerweile ist ein Großteil der Möbel aufgebaut, die meisten Kartons sind verräumt (oder so verstaut, dass sie nicht mehr stören) und ich sitze ENDLICH am Schreibtisch, um den Unterricht fürs nächste Schuljahr zu planen. Fast schon erholsam nach all dem Chaos. Drei Wochen Packen, drei Wochen Auspacken – keine gute Quote für Erholung.

Abends sitzen wir aber oft mit einem Rotwein auf der Bank vor der Tür und schauen ins Tal. Und es ist schön. Aber nächstes Jahr möchte ich mal wieder Urlaub machen. So richtig.

umzugschaos

Lustig ist was anderes …

Der Handwerker an sich und ich  – wir sprechen verschiedene Sprachen. Was ich im Lauf der letzten Wochen gelernt habe:

a) Auch wenn es eine Bauleitung gibt, heißt das nicht, dass diese auch arbeitet. Will heißen: wenn man sicher gehen will, dass die Dinge vorschriftsmäßig erledigt werden, muss man jeden zweiten Tag bei jedem Gewerk anrufen, nachfragen, wiederholen und dabei alle Subjektsätze einleiten mit „Wichtig ist dabei, dass …“. Tut man das nicht, machen Handwerker die Dinge so, wie sie es gerade denken. Dabei können dann schon mal nach außen geöffnete Fensterflügel und innen verputzte Steckdosen herauskommen.

b) Handwerker haben am Montag meist schlechte Laune. Andere Menschen sicherlich auch, und ich spreche mich nicht frei davon. In der Regel schreie ich meine Mitmenschen aber nicht an, wenn sie mich freundlich um Kleinigkeiten bitten. (im akuten Fall ging es darum, im Fall einer Wandbohrung eine Decke unterzulegen, damit die  neuen Fliesen nicht gleich wieder mit Schrammen verunstaltet werden.)

c) Handwerker stellen Fragen, die ich nicht beantworten kann. Beispielsweise „Wie komme ich denn jetzt mit dem neuen Fenster durch die Gerüststreben ins Haus?“ Oder „Warum verläuft jetzt oberhalb des Fensters in einem Zinkrohr ein Elektrokabel von 1970?“

d) Handwerker neigen dazu, spontane Gedankengänge ad hoc in die Praxis umzusetzen. „Da liegt ein Kabel. Bestimmt ein totes. Können wir durchflexen. SCHEISSE, das Kabel war doch nicht tot, Mann, Mann, Mann!“

e) Handwerker verkalkulieren sich gern mal mit den Preisen und schicken am Ende Rechnungen, die den Kostenvoranschlägen nur noch entfernt ähneln.

f) ein Gewerk schimpft gern mal über das andere. Mist hat im Zweifelsfall der Elektriker, der Maurer, der Fensterbauer, der Fliesenleger, der Maler gemacht, je nachdem, mit wem man gerade redet, bezweifelt man die Fachkompetenz des anderen. Und am Ende fragt man sich, ob man es nicht lieber selbst gemacht hätte.

Und nein, damit das jetzt nicht im Handwerkerbashing endet: sie sind nicht alle immer so. Es gibt auch Tage, da läuft alles rund und alle sprechen miteinander und meinen dabei dasselbe. Trotzdem bin ich froh, wenn ich irgendwann allein das Haus bewohne.

Fürs Schulische …

… habe ich, um hier mal etwas Ordnung zu schaffen, nebenbei ein neues Blog angelegt – nicht nur, aber auch immer mal wieder am Montag gibt es Geschichten.

So siehts zur Zeit aus …

… kein Sommer in Sicht, dafür bald Sommerferien. Und die brauchen wir – dringend, denn ein Umzug samt Baustelle mal eben nebenbei, das geht nicht.

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